Erkältungen bei Babys und Kindern: Wie Homöopathie die Beschwerden lindern kann
Autorin
Alexandra Kuhn
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Heilpraktikerin und Homöopathie-Expertin bei der Deutsche Homöopathie-Union (DHU), tätig im Team Medizin und Wissenschaft.
Die kleine Mia sitzt auf ihrem Babystühlchen und niest und schnieft vor sich hin. Das dritte Taschentuch wandert zu ihrer kleinen Triefnase, ihr Gesicht fühlt sich heiß an. Mama Lena macht sich Sorgen: Welche Maßnahmen sind nun richtig? Gibt es vielleicht auch Hausmittel, mit denen sie das Leid ihrer Kleinen lindern kann? Wir haben hier für Sie die wichtigsten Informationen und wertvolle Experten-Tipps zum Thema Erkältungen bei Babys und Kindern zusammengestellt. Außerdem beantworten wir die häufig gestellte Frage, ob man die kleinen Patienten auch homöopathisch behandeln kann.
Jeder weiß, wie kaputt man sich fühlt, wenn Husten, Schnupfen und Heiserkeit plagen. Kein Wunder also, dass Eltern mitleiden, wenn ihr Baby oder Kleinkind Erkältungssymptome zeigt. Selbst wenn das meist harmlos verläuft und ziemlich oft vorkommt: Die Infektion der oberen Atemwege zählt zu den häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kindern und kann bis zu zehnmal pro Jahr auftreten (*). Vor allem der Erkältungshusten kann oftmals hartnäckig sein und so dauert es manchmal bis zu zwei Wochen bis zum völligen Abklingen. Oft stecken sich die Kinder in dieser Zeit mit anderen Erregern neu an und das kann dafür sorgen, dass sie ständig erkältet sind. Ist das Kind sehr quengelig und greift sich öfters ans Ohr, sollten Eltern auch an Ohrenschmerzen denken. Der Verbindungsgang zwischen Nasen-Rachen-Raum und Ohren ist bei Kleinkindern sehr kurz und flach. Bei einem Schnupfen schwillt die Schleimhaut hier häufig an, so dass das Mittelohr nicht mehr belüftet ist. Und das verursacht Schmerzen. Hinzu kommt: Da kleine Patienten meist noch nicht schnäuzen können, findet kein Druckausgleich zwischen Nase und Ohren statt, was Schmerzen noch verstärkt.
Husten und Schnupfen können ganz schön schlauchen. Kleine Patienten brauchen dann viel Liebe und Wärme.
Dr. Patrick Kreisberger
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Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Er führt eine Praxis für Systemische Integrative Medizin in Friedberg (Bayern).
Folgende Erkältungssymptome sind bei Babys und Kindern typisch:
- Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und Niesen treten auf, auch Ohrenschmerzen sind möglich.
- Die Nase ist gerötet, verstopft, voller Krusten und Borken.
- Die Atemwege sind verschleimt, die Stimme kann heiser klingen.
- Anzeichen einer Erkältung beim Baby und Kind kann auch sein, dass die kleinen Patienten gereizt und sehr weinerlich sind und kaum Ruhe finden.
- Die Temperatur ist erhöht, die Kinder können sich fiebrig-heiß anfühlen.
- Der Appetit kann vermindert sein, häufig trinken erkältete Kinder auch weniger.
- Begleiterscheinung bei einer Erkältung von Babys und Kindern können Durchfall und Verdauungsprobleme sein.
Wenn ein Kind schlapp ist und kränkelt, ist Fiebermessen angesagt! Eine erhöhte Temperatur kann Anzeichen für eine Erkältung sein.
Sobald bei Babys mit rund drei Monaten der sogenannte Nestschutz nachlässt, werden sie anfälliger für Infektionen. Die Abwehr der Kleinen muss nun selbst lernen, sich mit zirkulierenden Erregern auseinandersetzen. Denn es hat noch keine speziellen Immunzellen gebildet, die Keime erkennen und ihre Vermehrung bremsen. Mit jedem Infekt geht das Immunsystem der Kinder also in eine Art Trainingscamp. Und das kann eine lange Prozedur sein. Von der häufigsten Sorte an Erkältungsviren, den Rhinoviren, gibt es gut 160 verschiedene Typen, die meist per Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden. Allein wegen der schieren Menge reiht sich also bei Kindern häufig ein Infekt an den nächsten. Während diese zum Großwerden dazugehören, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass es nicht auch Erwachsene erwischt. Dies liegt daran, dass Viren sich ständig verändern, vor allem ihre äußere Hülle. Die Abwehrzellen erkennen die Übeltäter dann nicht und müssen jedes Mal ihr Analyse- und Abwehrprogramm neu starten.
Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, ist eine meist durch Viren verursachte Infektion der oberen Atemwege, die mit Symptomen wie Fieber, Unwohlsein, Schwäche, Schmerzen, Husten, Schnupfen, vermehrter Absonderung von Schleim usw. einhergeht.
Kinder sind besonders anfällig. Ein Infekt pro Monat im Kleinkindesalter ist für das reifende Immunsystem eher die Regel als die Ausnahme und spricht keineswegs für ein geschwächtes Immunsystem. So wie das Laufen, Sprechen, Lesen und Schreiben gelernt werden muss, so muss unser Immunsystem die Abwehr von Krankheitserregern erst erlernen. Dies geschieht durch die ständige Auseinandersetzung mit allen möglichen Krankheitserregern. Das immunologische Gedächtnis sorgt dann später dafür, dass wir bei erneutem Kontakt mit einem bestimmten Erreger nicht unbedingt erneut krank werden, sondern eben immun geworden sind.
So vielfältig wie die Krankheitserreger sind auch die Symptome, die man im Rahmen einer Erkältung/eines Infektes entwickeln kann. Dabei sind die Kardinalsymptome wie Fieber und Entzündung bereits ein Ausdruck der Abwehrleistung des Organismus und müssen an sich in der Regel nicht behandelt werden.
Die Untersuchung
Die Anamnese steht an erster Stelle und bringt relevante Informationen über Fieber, Schmerzen, weitere Symptome (Husten, Schnupfen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Lymphknotenschwellungen, Hautausschläge usw.), bisher eingenommene Medikamente, mögliche Infektionsquellen, Impfstatus und bereits durchgemachte Krankheiten.
Zu einer gründlichen körperlichen Untersuchung gehören die Inspektion von Haut, Ohren und Rachen, das Abhören von Herz, Lunge und Bauch sowie das Abtasten der Lymphknoten. Je nach Symptombild sind manchmal zusätzliche Untersuchungen wie Blutuntersuchung, Urinuntersuchung und bildgebende Diagnostik erforderlich. Aus den Ergebnissen lässt sich in den allermeisten Fällen die Krankheitsursache klären beziehungsweise Diagnose stellen.
Spezialuntersuchungen sind dagegen nur in seltenen Fällen erforderlich.
Ein grippaler Infekt kann mit Husten einhergehen. Daher hört der Kinderarzt immer auch Herz und Lunge des kleinen Patienten ab.
Die Diagnose
Mittels der oben genannten diagnostischen Maßnahmen ist es die Aufgabe des (Kinder-)Arztes abzuklären, ob es sich nur um einen harmlosen Infekt oder eine ernstzunehmende Erkrankung handelt.
Die häufigsten akuten Erkrankungen, die bei Babys und Kindern auftreten, sind: Schnupfen, Rachenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Mandelentzündungen, Bronchitis und Lungenentzündung, Magen-Darm-Infekte, Harnwegs-Infekte und nicht zuletzt klassische Kinderkrankheiten.
Die Abgrenzung
Die Ursache eines banalen Infektes lässt sich nicht immer genau benennen. Es ist aber meistens auch gar nicht notwendig oder im Sinne des Kindes, die Diagnostik auszuweiten, wenn eine Krankheit überschaubar und unkompliziert verläuft, und sich innerhalb kurzer Zeit wieder Besserung einstellt.
Zum einen ist es wichtig, virale von bakteriellen Infektionen zu unterscheiden. Ausgehend von der Diagnose muss der behandelnde Arzt entscheiden, ob ein abwartendes Beobachten gerechtfertigt oder eine Therapie erforderlich ist. Die therapeutischen Maßnahmen sollten der Krankheitsursache und dem Allgemeinzustand des Kindes angemessen sein. Oftmals sind klassische Hausmittel oder komplementärmedizinische Maßnahmen völlig ausreichend, um die Selbstregulation des Organismus anzuregen und die körpereigenen Heilungskräfte (Salutogenese) zu unterstützen. Antibiotika sind eine wirksame und wichtige Waffe bei bestimmten bakteriellen Infektionen, wobei deren unnötiger Einsatz vermieden werden muss.
Zum anderen müssen seltene, dafür aber umso gefährlichere Krankheiten wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung frühzeitig erkannt werden, um rasch die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, die für den Verlauf und die Prognose dieser schweren Erkrankungen entscheidend sind.
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Stefan Reis
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Stefan Reis praktiziert seit 1987 als Heilpraktiker mit eigener Praxis. Er ist von der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ) zertifizierter Therapeut, Dozent und Supervisor. Sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen gibt er in seiner Homöopathieschule, in Seminaren und als (Mit-) Herausgeber von Fachliteratur weiter.
Babys und Kleinkinder leiden insgesamt häufiger unter einer Erkältung als Erwachsene. In der Regel verlaufen diese Erkrankungen auch bei ihnen aber harmlos und unkompliziert.
Der Verlauf
Ist die Erkältung viral bedingt (was sie meistens ist), beginnen erste Symptome etwa zwei bis sechs Tage nach der Ansteckung. Anfangs fällt Ihnen vielleicht nur auf, dass Ihr Kind müde und schlapp wirkt, nicht mehr so viel spielen mag, vielleicht weniger Appetit hat als gewöhnlich und mehr schläft. Babys schreien öfter und sind weniger leicht zu beruhigen. Dann kommt es auch rasch zu den typischen Infektzeichen wie Schnupfen, Husten und einer erhöhten Temperatur. Das Sekret aus der Nase ist anfangs meist noch flüssig, wird im Verlauf des Infekts aber etwas dicker. Die Atmung durch die Nase kann beeinträchtigt sein, was vor allem im Liegen ausgeprägter ist, sodass das Kind mit offenem Mund schläft. Als weitere Zeichen des Infektes können die Augen gerötet und Lymphknoten am Hals und Nacken geschwollen und schmerzhaft sein.
Die Prognose
So lästig all diese Beschwerden auch sein mögen – denken Sie immer auch daran, dass sie vor allem auch ein Zeichen für das Funktionieren des Immunsystems sind. Als Abwehrreaktionen tragen sie dazu bei, dass Ihr Kind den Infekt aus eigenen Kräften überwindet. In den meisten Fällen sind solche Erkältungskrankheiten harmlos und klingen nach einer, spätestens zwei Wochen wieder ab. Die Prognose ist in der Regel also gut.
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Die Komplikationen
Komplikationen sind bei erkälteten Babys und Kleinkindern sehr selten, aber natürlich nicht völlig ausgeschlossen. Meistens handelt es sich dann um eine zusätzliche Infektion mit Bakterien, die weitere Beschwerden mit sich bringt. Es kann zu einer Mittelohrentzündung kommen, zu einer Vereiterung der Nebenhöhlen (Sinusitis) oder auch zu einer Mandelentzündung (Tonsillitis). Steigt die Erkältung in die Bronchien ab, kann sich eine Bronchitis und in deren Folge eine Lungenentzündung entwickeln. Bei hohem Fieber kann es zu einem Fieberkrampf kommen. Kinder mit ohnehin geschwächtem Immunsystem, vielleicht aufgrund einer schweren chronischen Erkrankung, neigen häufiger zu komplizierten Verläufen. Hinweise auf Komplikationen können sein:
• sehr hohes und stetig zunehmendes oder plötzlich rasant ansteigendes Fieber
• Atemnot und deutlich erhöhte Atemfrequenz
• der Allgemeinzustand verschlechtert sich
• das Kind wird apathisch
• das Kind bekommt Ohrenschmerzen, greift sich ständig an ein Ohr
• der Husten wird bellend
• ein Hautausschlag tritt auf
• das Kind verweigert das Trinken.
Stellen sich solche oder ähnliche Symptome ein, suchen Sie bitte umgehend Ihren Kinderarzt Arzt auf.
Rechtlicher Hinweis: Heilpraktikern ist die Behandlung von meldepflichtigen Erkrankungen grundsätzlich nicht erlaubt. Sind beispielsweise ein Scharlach oder eine Diphtherie für Halsschmerzen verantwortlich, müssen Sie sich in ärztliche Behandlung begeben.
Erkältungen bei Babys und Kleinkindern natürlich behandeln: Bei der homöopathischen Therapie müssen die individuellen Symptome eines jeden Krankheitsfalles genau betrachtet werden, um eine dazu passende Arznei verordnen zu können. Dabei spielen die subjektiven Beschwerden die größte Rolle, die seitens des Behandlers möglichst detailliert erfragt werden. Erkältete Säuglinge können aber selbst noch keine Angaben machen. In diesen Fällen kommt es umso mehr auf die Beobachtungen der Eltern und der Behandler an.
Für die Wahl eines homöopathischen Arzneimittels ist beispielsweise die Beantwortung folgender Fragen wichtig:
- Wissen Sie, wie Ihr Kind sich die Erkältung zugezogen hat? Gab es einen Ihnen bekannten Auslöser (kalte Füße, nasse Haare, Zugluft etc.)?
- Unter welchen Symptomen genau leidet Ihr Kind? Hat es Schnupfen, Husten, Fieber? Muss es häufig niesen und gibt es dafür Auslöser? Ist Ihr Kind schlapp, antriebslos, inaktiv?
- Bei Schnupfen: Wie ist das Sekret beschaffen (Farbe, Konsistenz)? Ist die Nase frei oder verstopft? Unter welchen Umständen kommt es zu Absonderung aus der Nase, unter welchen stockt die Absonderung?
- Bei Husten: Welche Einflüsse lösen den Husten aus (Atmung, kalte Luft, Anstrengung, Hinlegen, Trinken)? Gibt es Atemgeräusche?
- Bei Fieber: Wie hoch ist die Temperatur? Gibt es Schwankungen je nach Tageszeit? Schwitzt Ihr Kind? Hat es Durst? Fühlt sich das Kind heiß an, oder sind einzelne Körperteile (Hände, Füße) vielleicht auffallend kühl? Ist das Gesicht gerötet oder ungewöhnlich blass?
- Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind Schmerzen hat? Wenn ja, welcher Art könnten die Schmerzen sein?
Darüber hinaus möchte der Homöopath auch alle weiteren Beschwerden erfahren, unter denen Ihr Kind womöglich im Zusammenhang mit der Erkältung leidet. Er möchte wissen, ob beispielsweise Schlaf, Appetit oder Durst verändert sind, ob die Stimmung in Mitleidenschaft gezogen ist und so weiter.
Dazu kommen die objektiven Befunde, die man bei der Untersuchung erhebt. All dies zusammen ergibt das vollständige Krankheitsbild, anhand dessen der Homöopath eine passende Arznei auswählt. Nach dem Selbstverständnis der Homöopathie ist es Ziel der homöopathischen Behandlung, den erkrankten Organismus bei der Selbstheilung zu unterstützen und so die Beschwerden indirekt zu lindern.
Nutzen Sie unseren Selbstbeobachtungsbogen und vermerken Sie darauf schnell und einfach Ihre Beschwerden. So kann Ihr Gesundheitsexperte das individuell passende Mittel noch besser finden. Und Sie sind perfekt fürs Gespräch in der Apotheke, beim Arzt oder Heilpraktiker vorbereitet.
Stefan Reis
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Stefan Reis praktiziert seit 1987 als Heilpraktiker mit eigener Praxis. Er ist von der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ) zertifizierter Therapeut, Dozent und Supervisor. Sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen gibt er in seiner Homöopathieschule, in Seminaren und als (Mit-) Herausgeber von Fachliteratur weiter.
Die Behandlung einer Erkältung bei Babys und Kleinkindern ist nicht in jedem Fall notwendig. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist durchaus in der Lage, die Krankheit ohne Hilfe von außen zu überstehen. Selbstverständlich ist es nicht falsch, wenn Sie Ihr Kind dabei ein wenig unterstützen. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind die nötige Ruhe geben, die es jetzt braucht. Am besten geht das natürlich zu Hause. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die weiteren Maßnahmen richten sich nach der Schwere der einzelnen Symptome. Die Nasenatmung erleichtern Sie am ehesten mit einer Inhalation oder Nasentropfen mit isotonischer Kochsalzlösung. Erhöhen Sie das Kopfende des Bettes ein wenig oder legen Sie Ihrem Kind ein zusätzliches Kissen unter den Kopf. Wenn das Fieber gesenkt werden muss, können Sie es zunächst mit Wadenwickeln versuchen, aber verwenden Sie kein kaltes, sondern zimmerwarmes Wasser dafür. Ausreichend Trinken kann Halsschmerzen lindern und Sekrete verflüssigen. Bleiben diese Hausmittel und naturheilkundlichen Therapien erfolglos, gibt es einige Präparate aus der konventionellen Medizin, die das Abschwellen von Schleimhäuten bewirken, Fieber senken oder Schmerzen bekämpfen. Achten Sie aber darauf, dass nicht jedes Medikament, das im heimischen Apothekenschrank liegt, auch für Babys geeignet ist. Empfehlenswert ist in vielen Fällen eine homöopathische Behandlung. Homöopathische Arzneimittel unterstützen den Selbstheilungsprozess und sind bei korrekter Anwendung nebenwirkungsarm und sehr gut verträglich.
Das für Sie individuell passende Mittel finden
In der Homöopathie wird die Mittelauswahl so genau wie möglich auf den individuellen Menschen und seine jeweilige Gesundheitssituation abgestimmt. Fundiert homöopathisch ausgebildete Fachkräfte beraten Sie optimal und können auch auf Möglichkeiten und Grenzen bei der Behandlung hinweisen.
Aufgrund der großen Bandbreite an homöopathischen Mitteln sowie der traditionellen, erfahrungserprobten Anwendungsgebiete der einzelnen Mittel (oft ein gutes Dutzend oder mehr) macht eine pauschale Nennung nur eines Mittels oder Anwendungsgebietes bei der entsprechenden Indikation wenig Sinn.
Nutzen Sie die Therapievielfalt und das Fachwissen Ihrer Gesundheitsexperten: Fragen Sie Ihre naturheilkundlich orientierte Ärztin, Ihren Heilpraktiker oder Ihren Apotheker nach der für Sie passenden Behandlung einer Erkältung bei Babys und Kindern mit Homöopathie!
Sabine Bäumer
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Sabine Bäumer ist Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Homöopathie und Naturheilverfahren, Gesundheitsvorsorge und Prävention aus Karlsruhe.
Husten und Schnupfen sind meist sichere Anzeichen dafür, dass sich ein Baby oder ein Kind eine Erkältung eingefangen hat. Folgende Tipps hält Fachapothekerin Sabine Bäumer für Sie parat:
Vorbeugen
Achten Sie darauf, dass die Kinder sich nicht verkühlen, dass Kopf, Hände und Füße immer gut warmgehalten werden. Vermeiden Sie Nässe, sprich nasse Füße, aber auch eine nasse Brust, wenn ein Säugling zum Beispiel beim Zahnen viel sabbert. Hier eventuell immer ein Lätzchen umlegen, dass sich schneller mal wechseln lässt.
Tipps bei Erkältungen von Babys und Kindern
Bei den ersten Anzeichen eines beginnenden Infektes können Sie den Kindern helfen, ihn schneller und besser zu überstehen.
Die Nase befreien
Um eine verstopfte Schnupfennase freizumachen, schwören manche auf Muttermilch. Ein Tröpfchen davon mit einer Pipette ins verstopfte Nasenloch träufeln. Es befeuchtet die Schleimhäute und kann aufgrund von Antikörpern in der Muttermilch zur Genesung beitragen. Doch vorher den Nasenschleim mit einem speziellen Nasensauger für Säuglinge vorsichtig entfernen. Für Kleinkinder gibt es Nasensprays mit Meersalzlösung. Auch hier darauf achten, vorsichtig zu dosieren. Lassen Sie das Kind ohne viel Kraft sanft ausschneuzen.
Ein ansteigendes Fußbad tut auch kleinen Patienten gut. Es wärmt den Körper und fördert die Durchblutung.
Ein wärmeansteigendes Fußbad
Ein Fußbad kann auch bei Kleinkindern angewendet werden. Das Kind muss dazu die nackten Füße in eine kleine Wanne mit kaltem Wasser und 3-5 Esslöffel kristallines Meersalz stellen. Auch ein Badethermometer hineinlegen. Anschließend ganz vorsichtig und langsam heißes (auf keinen Fall kochendes!) Wasser hinzugießen, bis die Temperatur in der Fußwanne ungefähr 39 Grad erreicht. Nach zehn Minuten die Füße gut abtrocknen, ein wärmendes Öl einreiben und in kuschlige Socken stecken, dann ab ins Bett.
Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen
Das ist besonders wichtig, wenn das Kind erkältet ist, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, können feuchte Tücher aufgehängt werden. Im Winter können Sie Schalen mit Wasser über der Heizung aufstellen.
Kopf anheben
Hat ein Kind Husten, ist es wichtig, dass es den Schleim leicht abhusten kann. Deshalb sollte es nicht zu flach liegen. Erhöhen Sie das Kopfende des Bettes.
Ausreichend zu trinken geben
Eine gute Versorgung mit Flüssigkeit ist wichtig, denn sie verflüssigt den Schleim in den Atemwegen. So kann sich zum Beispiel Schleim beim Husten leichter lösen. Neben Wasser sind stark verdünnte Fruchtschorlen mit Vitamin C und manche Tees gut geeignet.
Wadenwickel
Fieber gehört zum Genesungsprozess dazu. Es hilft dem kindlichen Organismus, den grippalen Infekt zu bekämpfen. Daher muss eine erhöhte Temperatur nicht gleich gesenkt werden. Erst wenn das Kind sichtlich leidet, sollten Eltern mit fiebersenkenden Maßnahmen gegensteuern. Sie können dafür zum Beispiel kühle Wadenwickel machen – diese aber bitte nur auf warme Haut geben. Keine kalten Wadenwickel, wenn die Füßchen kalt sind!
Ruhe, Schlaf und Zuwendung
Schonen ist angesagt und eine Extraportion elterliche Liebe und kuscheln. Schaffen Sie Ihrem Kind, damit es sich nicht alleine im Kinderzimmer zurückgelassen fühlt, ruhig mit Decken und Kissen einen gemütlichen Platz auf dem Sofa.
Wann zum Arzt?
Hat Ihr Baby einen Infekt, gehen Sie immer auch zum Kinderarzt. Bei Kleinkindern ist der Arztbesuch angeraten, wenn sich der Infekt hartnäckig hält, sich Fieber einstellt oder schmerzhafter Husten hinzutritt. Und immer dann, wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihr krankes Kind unterstützen können und einfach ein schlechtes Bauchgefühl haben, ist der Weg zum Arzt angesagt.
Interessantes über die Homöopathie
Hier finden Sie – übersichtlich nach Themen geordnet – eine Auswahl interessanter und informativer Ratgeber, deren Inhalte wir Ihnen ausführlich vorstellen.
(*) Quelle: Kinderärzte im Netz
https://www.kinderaerzte-im-netz.de/aerzte/bruckm%C3%BChl/schmid-strobelt/erkaltungen-husten-schnupfen-fieber.html
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