Globuli – sanft, natürlich, beliebt
Globuli (umgangssprachlich auch oft „Globulis“ genannt) sind eine der beliebtesten Darreichungsformen von homöopathischen Arzneimitteln. Die kleinen weißen Streukügelchen sind bei vielen Anwenderinnen und Anwendern vor allem wegen ihrer sanften, natürlichen Wirkweise beliebt. Die bekanntesten sind zum Beispiel Arnica Globuli oder Belladonna Globuli.
Die Anwendungsgebiete homöopathischer Globuli sind breit gefächert: Ob bei Krämpfen des Magen-Darm-Kanals oder nervösen Störungen mit Unruhe, Homöopathie – etwa in Form von Globuli – zielt nach ihrem Selbstverständnis darauf, die natürlichen Selbstheilungskräfte auf sanfte Weise zu unterstützen.
Übrigens: Unsere original DHU Globuli sind gluten- und laktosefrei und können auch von Menschen mit entsprechenden Intoleranzen oder Unverträglichkeiten eingenommen werden.
Inhalt
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Was sind Globuli? -
Globuli Inhaltsstoffe: Aus was bestehen die homöopathischen Kügelchen? -
Wie werden Globuli hergestellt? -
Wie werden Globuli ausgewählt? -
Für wen sich die homöopathischen Kügelchen eignen -
Anwendungsgebiete in der Homöopathie -
Was bedeutet die Potenz bei Globuli? -
Kann man Globuli in der Apotheke kaufen?
Globuli sind kleine Kügelchen aus Saccharose (Zucker), die in der
Für die Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln in Form von Globuli werden viele verschiedene homöopathische Wirkstoffe eingesetzt, mit denen die Globuli jeweils imprägniert werden. Die Globuli selbst bestehen aus Saccharose (Zucker) und dienen dabei als Träger für den jeweiligen homöopathischen Wirkstoff. Die Mehrheit der homöopathischen Arzneimittel hat einen pflanzlichen Ausgangsstoff, daneben gibt es auch mineralische und tierische Ausgangsstoffe, die alle streng nach dem Homöopathischen Arzneibuch (HAB) verarbeitet werden.
Die Globuli-Herstellung erfolgt nach Vorschrift 10 des Homöopathischen Arzneibuchs. Dabei werden 100 Teile Kügelchen mit 1 Teil Dilution (Verdünnung, mindestens 68 Volumenprozent Alkohol) der jeweiligen Potenz benetzt. Der Alkohol verfliegt während des Herstellungsprozesses vollständig.
Die Imprägnierung findet in Dragierkesseln statt. Durch die Rotation der Kessel und eine genau definierte Auftragungsweise findet die flüssige Dilution ihren Weg bis auf den letzten Globulus.
Neben Globuli gibt es noch andere Darreichungsformen in der Homöopathie wie Urtinkturen, Dilutionen (= flüssige homöopathische Arzneimittel) und Tabletten zur Einnahme sowie Salben, Cremes und Extern-Tinkturen zur lokalen Anwendung auf der Haut.
In der Homöopathie steht der Mensch als Individuum im Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um seine Beschwerden, sondern auch um seine individuelle Wesensart und seine aktuellen Lebensumstände. All das wird bei der homöopathischen Behandlung und der Wahl des passenden Mittels durch eine/n homöopathisch praktizierende/n Ärztin oder Arzt, Heilpraktikerin oder Heilpraktiker berücksichtigt.
Das Ähnlichkeitsprinzip
Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der
Globuli sind gluten-, laktose- und alkoholfrei und eignen sich als Darreichungsform für Menschen jeden Alters – von
Globuli werden in der Homöopathie häufig bei leichten, alltäglichen Beschwerden eingesetzt und gelten zudem als sanfte, gut verträgliche Ergänzung zur konventionellen Medizin. Sie können zur unterstützenden Behandlung vielfältiger Beschwerden eingesetzt werden. Typische Anwendungsgebiete der Homöopathie sind zum Beispiel gängige Erkältungsbeschwerden, Magen-Darm-Krämpfe oder nervöse Störungen wie innere Unruhe, Schlafprobleme oder Erschöpfung.
Die Potenz gibt an, wie häufig und in welchem Verhältnis der Wirkstoff während des Herstellungsprozesses potenziert (verdünnt und verschüttelt) wurde, bevor die Globuli damit imprägniert werden. Die charakteristische Aufbereitung im Rahmen der Potenzierung, also das schrittweise Verdünnen und anschließende Verschütteln von Hand, ist für homöopathische Arzneimittel von zentraler Bedeutung. Sie unterscheidet ein potenziertes Mittel von einer reinen Verdünnung. In der Homöopathie gilt: Die Wirkung eines Mittels wird im homöopathischen Verständnis stärker beziehungsweise tiefgreifender, je öfter es potenziert wird.
Aus dem stufenweisen Verdünnen und Verschütteln ergeben sich verschiedene Potenzen. Gängige Potenzreihen sind D und C. Dabei steht das D für Dezimal, das Verdünnungsverhältnis beträgt 1:10. Das C steht für Centesimal, das Verdünnungsverhältnis ist 1:100.
Für die Selbstbehandlung wird grundsätzlich empfohlen, auf homöopathische Arzneimittel in vergleichsweise niedrigen Potenzen (D6/D12) zu setzen. Erfahren Sie mehr über die
Mit Homöopathie gut versorgt
Bei Beschwerden in diesen Körperregionen kann Homöopathie Anwendung finden
Der Unterschied zwischen Globuli als Komplexmittel und Einzelmittel
In der Homöopathie unterscheidet man zwischen Einzelmitteln, welche nur einen einzigen homöopathischen Wirkstoff enthalten und Komplexmitteln, welche eine speziell abgestimmte Kombination aus zwei oder mehreren homöopathischen Wirkstoffen enthalten.
Sowohl Einzelmittel als auch Komplexmittel sind zur Behandlung von häufig auftretenden, alltäglichen Beschwerden in der Selbstmedikation geeignet. Ihre Apothekerin, Ihr Apotheker, Ihre Ärztin, Ihr Arzt, Ihre Heilpraktikerin oder Ihr Heilpraktiker berät Sie gerne zur Wahl des richtigen Arzneimittels.
Wann nehme ich Globuli idealerweise ein?
Globuli nehmen Sie idealerweise eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen ein. Bitte daran denken, die Globuli nicht gleich zu schlucken, sondern langsam im Mund oder unter der Zunge zergehen zu lassen, sodass der Kontakt mit der Mundschleimhaut gewährleistet ist.
Vor beziehungsweise nach der Anwendung wird empfohlen, mindestens eine halbe Stunde Abstand zur Verwendung ätherischer Öle wie Kampfer (Campher), Kamille oder Pfefferminz (oft in Zahnpasta enthalten) zu halten. Das gleiche gilt für koffeinhaltige Getränke wie Tee, Kaffee oder koffeinhaltige Limonaden, wie zum Beispiel Cola.
Sind Globuli auch für Diabetikerinnen und Diabetiker geeignet?
Ja. Es spricht nichts dagegen, homöopathische Arzneimittel – etwa in Form von Globuli – als Diabetikerin oder Diabetiker anzuwenden. Globuli enthalten als Trägersubstanz Saccharose (Zucker), die Tabletten Laktose (Milchzucker). Die folgenden Angaben zeigen die Broteinheiten von Globuli und Tabletten.
1 Broteinheit (BE) entspricht 12 g Kohlenhydraten
1 Globulus hat 0,00069 BE, d. h. 1450 Globuli entsprechen 1 BE
1 Globulus enthält 0,0082 g Kohlenhydrate
1 Globulus entspricht 0,034 kcal
1 Tablette hat 0,021 BE, d. h. 48 Tabletten entsprechen 1 BE
1 Tablette enthält 0,25 g Kohlenhydrate
1 Tablette entspricht 1,025 kcal
Ja, Globuli sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich – sowohl vor Ort als auch online. Dort bekommen Sie homöopathische Einzelmittel in verschiedenen Potenzen und Darreichungsformen sowie homöopathische Kombinationspräparate.