Bauchschmerzen: Wie Homöopathie das Leiden lindern kann
Autorin
Alexandra Kuhn
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Heilpraktikerin und Homöopathie-Expertin bei der Deutsche Homöopathie-Union (DHU), tätig im Team Medizin und Wissenschaft.
Kaum hat Alina in der Mittagpause den letzten Bissen geschluckt, fühlt sich ihr Bauch wie aufgebläht an und die Hose spannt. Oft hat sie kurze Zeit später auch noch starke Bauchschmerzen. Schuld gibt sie dem zu fettigen Kantinenessen und dem Stress bei der Arbeit. Schmerzen im Bauch und Krämpfe können aber auch auf bestimmte Erkrankungen hindeuten. Wir haben hier für Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Bauchschmerzen und zusätzlich wertvolle Experten-Tipps zusammengestellt. Wir beantworten zudem häufig gestellte Fragen wie: Wann muss ich bei Bauchschmerzen zum Arzt? Hilft Homöopathie bei Bauchschmerzen?
Bauchschmerzen sind sehr häufige Beschwerden. Das ist nicht verwunderlich, denn im Bauchraum liegen viele Organe, die Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe auslösen können. Oft sind die Ursachen für Schmerzen im Bauch harmlos. Verträgt man beispielsweise das eine oder andere Lebensmittel nicht oder hat zu viel gegessen, kommt die Verdauung durcheinander und verursacht Bauchweh. Auch Menstruationsschmerzen bei Frauen sind „normal“ und verschwinden nach ein bis zwei Tagen wieder. Selbst ein unangenehmer Magen-Darm-Infekt ist meist harmlos.
Es gibt aber auch Bauchschmerzen, denen eine ernstzunehmende Erkrankung zugrunde liegt. Sie sind oft mit weiteren Beschwerden verbunden wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen. Ursache können Erkrankungen aller Organe im Bauchraum sein: Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Nieren, Darm, Geschlechtsorgane usw.
Ort und Art der Bauchschmerzen und auch bestimmte Situationen geben wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Erkrankung. Um Klarheit über die Auslöser der Bauchschmerzen zu bekommen, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.
Zu viel gegessen, ein Magen-Darm-Infekt, Unverträglichkeiten: Bauchschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Viele Frauen leiden auch unter Menstruationsbeschwerden, die sich oft mit Krämpfen im Unterleib zeigen.
Bauchschmerzen sind je nach Ursache sehr unterschiedlich:
- Bauchkrämpfe, leichte oder starke Schmerzen, dumpf, stechend, ziehend oder wellenförmig. Die Schmerzen können ganz plötzlich auftreten, dauerhaft sein oder immer wieder kommen. Dauert dieser Zustand länger als drei Monate an, spricht man von chronischen Bauchschmerzen.
- Betroffen kann der gesamte Bauchraum sein. Man unterscheidet Schmerzen im Oberbauch (oberhalb des Bauchnabels) und im Unterbauch (unterhalb des Bauchnabels).
- Die Lokalisation der Schmerzen ist abhängig von der Ursache, aber oft können die Betroffenen den Ort der Schmerzentstehung nicht exakt lokalisieren, da die meisten Schmerzen auch in andere Regionen ausstrahlen.
- Oft kommen zu den Bauchschmerzen noch weitere Symptome dazu, wie Blähungen, Durchfall oder Übelkeit.
- Weitere mögliche Begleitsymptome von Bauchschmerzen sind Blässe und Schweißbildung. Auch kann es zu Kreislaufproblemen kommen. Eine gespannte, harte Bauchdecke kann Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein.
Der Bauch liegt unterhalb des Zwerchfells und besteht aus Bauchwand, Bauchhöhle und den Baucheingeweiden wie Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Dünndarm und Dickdarm, die hier eng zusammenliegen.
Was kann die Ursache für Bauchschmerzen sein? Warum habe ich immer Bauchschmerzen nach dem Essen? Den Grund für die Bauchschmerzen herauszufinden, ist nicht immer ganz einfach. Denn Bauchweh ist ein sehr unspezifisches Symptom. Eine Vielzahl an Funktionsstörungen und Erkrankungen können ursächlich sein. Das sind die häufigsten Gründe für akute und chronische Bauchschmerzen:
- Ernährungsfehler, zum Beispiel eine zu üppige Mahlzeit, ein übermäßiger Verzehr von Kohl, Hülsenfrüchten oder Ballaststoffen
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zum Beispiel von Milch- oder Fruchtzucker, Gluten (Zöliakie)
- Nahrungsmittelallergien, zum Beispiel gegen Weizen
- psychische Faktoren, wie Angst und starke seelische Belastungen
- Magen-Darminfektionen
- Verstopfung und/oder Blähungen
- Erkrankungen oder Entzündungen der Bauchorgane Reflux
- gynäkologische Ursachen: Menstruationsschmerzen, sog. Mittelschmerz (beim Eisprung), Myome und Entzündung der Gebärmutter, Eileiter- und Eierstockentzündungen, Endometriose
- Entzündung der Prostata
Ulf Riker
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Dr. med. Ulf Riker ist Arzt für Innere Medizin mit den Zusatzbezeichnungen Homöopathie und Naturheilverfahren. Er ist Autor diverser Fachbücher zum Thema Homöopathie und 2. DZVhÄ-Vorsitzender sowie 1. Vorsitzender des LV Bayern.
Die Untersuchung
Die Untersuchung bei Bauchschmerzen beginnt mit Zuhören. Der Arzt wird Ihnen Fragen stellen wie beispielsweise:
- Wo ist der Bauchschmerz lokalisiert? Tut der ganze Bauch weh oder ist der Schmerz lokal akzentuiert?
- Handelt es sich um einen Dauerschmerz oder gibt es auch Zeiten völliger Schmerzlosigkeit, lässt sich die Art des Schmerzes näher beschreiben?
- Strahlt der Schmerz aus oder geht er mit anderen Beschwerden einher, zum Beispiel mit Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder reichlicher Gasbildung?
- Ist der Stuhl weich oder dünnflüssig oder aber hart und trocken, enthält er Blut/Blut Auflagerungen oder Schleim, ist der Stuhlgeruch sehr auffällig?
- Ist der Schmerz abhängig von Darmfüllung oder Stuhlentleerung? Oder besteht ein Zusammenhang mit Blasenentleerung, mit Husten oder mit Pressen zum Stuhlgang?
Die entsprechenden Antworten sind in doppelter Hinsicht relevant: Sie helfen bei der diagnostischen Eingrenzung der Erkrankung, und sie lassen an bestimmte homöopathische Arzneien denken.
Bei der Untersuchung tastet der Arzt in der Regel den Bauch auf Schmerzempfindlichkeiten ab.
Folgende Untersuchungen können auch noch anstehen:
- Das Abtasten des Bauches zeigt regional betonte Schmerzempfindlichkeit, die unter Umständen bis zur Abwehrspannung reicht. Dabei wirken die Bauchmuskeln reflektorisch dem Druck der untersuchenden Hand entgegen, um allzu starke Missempfindungen abzuwehren.
- Das Abhören des Bauches gibt Auskunft über das Vorhandensein und die Art der Darmgeräusche.
- Das Abklopfen des Bauches mit dem Finger macht Gasansammlungen im Gegensatz zu stuhlgefüllten Darmschlingen „hörbar“. Bei Verdacht auf Entzündung (zum Beispiel des Blinddarmes) kann beim Abtasten ein „Loslass-Schmerz“ auftreten.
- In vielen Fällen ist eine Blutuntersuchung erforderlich, um das Vorhandensein und den Grad der Ausprägung einer Entzündungsreaktion (CRP, Zahl der weißen Blutkörperchen) zu erkennen. Aber auch Leberwerte oder die Bestimmung der Lipase haben differentialdiagnostische Bedeutung. Bei gleichzeitigen Durchfällen kann auch eine zeitnahe Stuhluntersuchung angezeigt sein.
- Eine Ultraschall-Untersuchung kann zeigen, ob sich hinter dem Schmerz eine Entzündung (zum Beispiel Blinddarm, Bauchspeicheldrüse) oder ein Gallenstein verbirgt. In manchen Fällen von Oberbauchschmerz kann auch ein EKG sinnvoll sein, weil sich Durchblutungsstörungen im Bereich der Herz-Hinterwand nicht selten als Oberbauchschmerz manifestieren (dies ist besonders bei Frauen und älteren Menschen der Fall). Bei entzündeten Ausstülpungen der Darmwand im Enddarmbereich (Divertikulitis) lassen sich entsprechende entzündliche Schwellungen im rechten Unterbauch sichtbar machen.
Die Diagnose
Die Zusammenschau aller genannten Untersuchungsergebnisse führt am Ende zu einer klaren Diagnose. Diese reicht von einfachen Blähungsschmerzen bei reichlicher Gasbildung infolge von Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Diätfehlern über eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis), ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus), eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, eine Nieren- oder Gallenkolik bei Steinleiden bis hin zu einer Blinddarmentzündung (Appendizitis), einer Entzündung größerer Abschnitte von Dünn- oder Dickdarm (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder einem Leistenbruch.
Die Abgrenzung
Es gibt auch Fälle, in denen die Bauchschmerzen durch Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule ausgelöst werden. Und wie bereits erwähnt muss bei unklaren Oberbauchschmerzen immer auch ein Herz-Hinterwandinfarkt sicher ausgeschlossen werden.
Hinter Bauchschmerzen können sich also sowohl einfache und unkomplizierte als auch gravierende und komplikationsträchtige Diagnosen verbergen. Daher ist bei jedem länger anhaltenden oder zunehmenden Schmerz immer eine sehr sorgfältige, manchmal fachärztliche Diagnostik erforderlich!
Über unseren Expertenfinder finden Sie schnell Homöopathie-erfahrene Behandler und Apotheken in Ihrer Nähe.
Stefan Reis
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Stefan Reis praktiziert seit 1987 als Heilpraktiker mit eigener Praxis. Er ist von der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ) zertifizierter Therapeut, Dozent und Supervisor. Sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen gibt er in seiner Homöopathieschule, in Seminaren und als (Mit-) Herausgeber von Fachliteratur weiter.
In erster Linie sind Verlauf, Prognose und auch mögliche Komplikationen abhängig von dem Auslöser der Bauchschmerzen.
Der Verlauf
Wenn lediglich eine „Diätsünde“ hinter den Beschwerden steckt, man einfach zu viel oder zu deftig gegessen hat, dann verschwinden sie in der Regel „von selbst“ – oft durch den Abgang von Blähungen oder Stuhl.
Die Prognose
In den meisten Fällen und vor allem dann, wenn man den Auslöser der Schmerzen in der Ernährung vermutet, ist „Abwarten und Tee trinken“ kein schlechter Rat. In der Tat können Kräutertees mit Fenchel, Anis oder Kümmel in vielen Fällen rasche Linderung bringen.
Die Komplikationen
Wann werden Bauchschmerzen gefährlich? Steckt eine akute Gallenblasen- oder Blinddarmentzündung hinter den Schmerzen, kann es ohne chirurgisches Eingreifen durchaus zu Komplikationen kommen, die lebensgefährlich werden können. Gerade eine Blinddarmentzündung ist tückisch, denn das Aufhören der Schmerzen bedeutet hierbei nicht immer, dass die Entzündung zurückgeht. Somit gilt bei Bauchschmerzen immer: Wenn diese nicht innerhalb weniger (2-3) Tage wieder verschwinden oder wenn sie beständig schlimmer werden, sollte eine (fach)ärztliche Abklärung der Angelegenheit erfolgen. Weitere Zeichen für Komplikationen sind: Hohes Fieber, Kreislaufprobleme, Verstopfung für mehrere Tage, harter und aufgeblähter Bauch und sichtbares Blut im Stuhl.
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Stefan Reis
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Stefan Reis praktiziert seit 1987 als Heilpraktiker mit eigener Praxis. Er ist von der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ) zertifizierter Therapeut, Dozent und Supervisor. Sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen gibt er in seiner Homöopathieschule, in Seminaren und als (Mit-) Herausgeber von Fachliteratur weiter.
Bauchschmerzen natürlich behandeln: Bei der homöopathischen Therapie müssen die individuellen Symptome eines jeden Krankheitsfalles genau betrachtet werden, um eine dazu passende Arznei verordnen zu können. Dabei spielen die subjektiven Beschwerden die größte Rolle, die seitens des Behandlers möglichst detailliert erfragt werden. Da es sich bei Bauchschmerzen auch um eine Nebenwirkung von Medikamenten handeln kann, machen Sie vor Ihrem Termin bei Ihrem Therapeuten eine genaue Auflistung aller (auch naturheilkundlicher) Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie regelmäßig oder bedarfsweise einnehmen.
Für die Wahl eines homöopathischen Arzneimittels ist, vor allem in Fällen chronischer Verstopfung, beispielsweise die Beantwortung folgender Fragen wichtig:
- Seit wann bestehen die Bauchschmerzen? Kennen Sie womöglich die Ursache? Kennen Sie diese Art Bauchschmerzen, hatten Sie früher auch schon dieselben Beschwerden?
- Wo genau im Bauch verspüren Sie die Schmerzen? Gibt es eine bestimmte Stelle oder handelt es sich um wandernde Beschwerden?
- Sind die Bauchschmerzen abhängig von Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme? Gibt es spezielle Lebens- oder Genussmittel, die einen Einfluss auf Ihre Beschwerden haben? Wie wirken sich Bewegung oder Sport auf Ihre Schmerzen aus? Gibt es Körperhaltungen (Liegen, Zusammenkrümmen, Strecken), die einen Einfluss auf die Schmerzen haben?
- Reagieren Ihre Bauchschmerzen auf Reiben, Massage oder Druck? Haben warme Anwendungen (Wärmeflasche, heiße Getränke) einen Einfluss?
- Beschreiben Sie die Art der Schmerzen möglichst genau: Handelt es sich um drückende, stechende, reißende, krampfartige oder anders geartete Schmerzen?
- Hat sich Ihre Verdauung seit Bestehen der Bauchschmerzen verändert? Ist Ihnen am Stuhl etwas aufgefallen? Leiden Sie vermehrt unter Blähungen? Falls ja, lindert der Blähungsabgang? Haben Sie Hämorrhoiden? Leiden Sie auch unter Magenproblemen, wie Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen oder Sodbrennen? Haben Sie Fieber?
- Darüber hinaus möchte der Homöopath auch alle weiteren Beschwerden erfahren, die mit den Bauchschmerzen verbunden sind. Er möchte von Ihnen wissen, ob beispielsweise Schlaf, Appetit oder Durst verändert sind, ob Ihre Stimmung in Mitleidenschaft gezogen ist, ob Sie unter Erschöpfungserscheinungen oder Energielosigkeit leiden oder unter übermäßigem Schwitzen und so weiter.
Dazu kommen die objektiven Befunde, die man bei der Untersuchung erhebt. All dies zusammen ergibt das vollständige Krankheitsbild, anhand dessen der Homöopath eine passende Arznei auswählt. Nach dem Selbstverständnis der Homöopathie ist es Ziel der homöopathischen Behandlung, den erkrankten Organismus bei der Selbstheilung zu unterstützen und so die Beschwerden zu lindern.
Nutzen Sie unseren Selbstbeobachtungsbogen und vermerken Sie darauf schnell und einfach Ihre Beschwerden. So kann Ihr Gesundheitsexperte das individuell passende Mittel noch besser finden. Und Sie sind perfekt fürs Gespräch in der Apotheke, beim Arzt oder Heilpraktiker vorbereitet.
Stefan Reis
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Stefan Reis praktiziert seit 1987 als Heilpraktiker mit eigener Praxis. Er ist von der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ) zertifizierter Therapeut, Dozent und Supervisor. Sein über Jahrzehnte erworbenes Wissen gibt er in seiner Homöopathieschule, in Seminaren und als (Mit-) Herausgeber von Fachliteratur weiter.
Die Behandlung von Bauchschmerzen muss sich nach dem auslösenden Faktor richten. Die Naturheilkunde kennt eine ganze Reihe an Wirkstoffen, die die Verdauung fördern, Blähungen lindern und den Stuhl regulieren sollen.
- Anis, Kümmel und Fenchel sind die bekanntesten pflanzlichen Arzneimittel, aber auch Kamille, Pfefferminze oder Koriander zählen zu den sogenannten „Carminativa“, Arzneien, die den Blähungsabgang fördern und zum Teil auch Krämpfe lösen können.
- Eine krampflösende Wirkung hat auch die Anwendung von Wärme, zum Beispiel in Form von Kirschkernsäckchen oder Wickeln.
- Ein sanftes Reiben des Bauches im Uhrzeigersinn unterstützt die Darmtätigkeit.
- Hängen die Bauchschmerzen mit einer Störung der Darmflora zusammen, wie sie zum Beispiel nach Antibiotikagabe entstehen kann, ist die Einnahme von sogenannten Darmsymbionten angezeigt.
- Bei psychosomatisch bedingten Bauchschmerzen ist eine psychotherapeutische Intervention zu erwägen.
- Auch in der konventionellen Medizin werden zunächst oft pflanzliche Präparate eingesetzt. Es gibt aber auch schmerzstillende und entblähende Medikamente. Je nach Situation kommen zudem entzündungshemmende oder abführende Präparate zum Einsatz.
- Der Vorteil einer homöopathischen Behandlung liegt in der Ganzheitlichkeit der Homöopathie sowie der guten Verträglichkeit begründet. Durch die Anamnese und eingehende Untersuchung erstellt der Homöopath ein umfassendes Krankheitsbild. Dazu gehören auch Beschwerden, die mit den Bauchschmerzen unmittelbar nichts zu tun zu haben scheinen. Wenn es gelingt, eine auf möglichst viele Beschwerden passende Arznei zu ermitteln, können viele Beschwerden oft ursächlich gelindert werden. Wichtig ist aber, die Grenzen der Homöopathie zu kennen und Krankheitszustände, die fachärztliche und vor allem chirurgische Behandlung erfordern, unverzüglich weiterzuleiten.
Das für Sie individuell passende Mittel finden
In der Homöopathie wird die Mittelauswahl so genau wie möglich auf den individuellen Menschen und seine jeweilige Gesundheitssituation abgestimmt. Fundiert homöopathisch ausgebildete Fachkräfte beraten Sie optimal und können auch auf Möglichkeiten und Grenzen bei der Behandlung hinweisen.
Aufgrund der großen Bandbreite an homöopathischen Mitteln sowie der traditionellen, erfahrungserprobten Anwendungsgebiete der einzelnen Mittel (oft ein gutes Dutzend oder mehr) macht eine pauschale Nennung nur eines Mittels oder Anwendungsgebietes bei der entsprechenden Indikation wenig Sinn.
Nutzen Sie die Therapievielfalt und das Fachwissen Ihrer Gesundheitsexperten: Fragen Sie Ihre naturheilkundlich orientierte Ärztin, Ihren Heilpraktiker oder Ihren Apotheker nach der für Sie passenden Behandlung von Arthritis mit Homöopathie!
Dr. Susanne Streich
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Dr. Susanne Streich, Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Homöopathie, Naturheilverfahren und geriatrische Pharmazie aus Dortmund.
Bauchschmerzen können viele Ursachen haben und sich unterschiedlich äußern. Mal tut der ganze Bauch weh, mal nur der Ober- oder Unterbauch. Auslöser können Verdauungsprobleme sein, verbunden mit Blähungen oder Krämpfen. Einige Frauen haben oft während ihrer Periode Bauchweh, andere, wenn ihnen etwas auf dem Magen liegt, weil sie gestresst sind. Aber was hilft schnell gegen Bauchschmerzen? Kann man Beschwerden vielleicht sogar vorbeugen? Fachapothekerin Dr. Susanne Streich sagt, welche Maßnahmen Sie ergreifen können.
Vorbeugen
Bestimmten Arten von Bauchschmerzen können Sie vorbeugen. Werden die Beschwerden durch Stress hervorgerufen, sind regelmäßige Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training empfehlenswert, um Stress abzubauen. Wenn die Bauchschmerzen nach dem Essen auftreten, lassen sich die Beschwerden oft durch kleinere Portionsgrößen und langsames Essen in entspannter Atmosphäre vermeiden. Ausreichende, tägliche Bewegung kann dazu beitragen, dass krampfartige Bauchschmerzen erst gar nicht erst entstehen. Bei Nahrungsmittel-Allergien oder Unverträglichkeiten sollten Sie komplett auf die Allergieauslöser verzichten.
Die gute alte Bettflasche ist ein wohltuendes Hausmittel: Wärme auf dem Bauch wirkt entkrampfend und kann so Bauchschmerzen lindern.
Tipps bei Bauchschmerzen
Wärme hilft fast immer
Daher ist es gut, wenn man ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche in seiner Hausapotheke hat. Wärme wirkt entkrampfend.
Kräutertee + Rollkur
Fenchel, Anis und Kümmel können als Tee getrunken Blähungsschmerzen lindern und beruhigend auf das Verdauungssystem wirken. Sie können das sogar mit einer Rollkur verbinden: Trinken Sie eine große Tasse Kamillentee und legen Sie sich dann sofort ins Bett. Drehen Sie sich nun alle fünf Minuten auf eine andere Seite: Von der Rückenlage aus auf die rechte Seite, dann in die Bauchlage gehen, auf die linke Seite drehen, bis Sie wieder auf den Rücken kommen.
Bauchmassage
Eine Bauchmassage kann bei Schmerzen helfen und auch eine etwas ins Stocken geratene Darmbewegung ankurbeln. Dafür ein wenig Kamillen-Hautöl (zimmerwarm!) auf den Bauch geben und dann vom Nabel ausgehend den Bauch im Uhrzeigersinn sanft ausstreichen.
Schonkost
Muten Sie Ihrem Magen nichts Schweres zu, wenn er bereits überlastet ist. Also schwere, fettige Speisen meiden, stattdessen Brühe, gekochten Reis, eine Hafersuppe oder etwas Kartoffel-Karottenpüree essen.
Locker kleiden
Verzichten Sie bei Bauchweh auf einengende Kleidung. Es ist besser, wenn kein enger Hosenbund auf den Magen drückt.
Entspannen
Schlagen Ihnen Sorgen, Ängste oder Stress auf den Magen und lösen so Bauchdrücken aus, ist Entspannung die beste Hilfe. Machen Sie Yogaübungen, nehmen Sie ein Entspannungsbad mit Lavendelzusatz, lenken Sie sich ab. Auch Achtsamkeitsübungen können die Anspannung im Bauch lösen.
Wann zum Arzt?
Wenn Bauchschmerzen länger als drei Tage anhalten, sie immer wiederkehren, sich starkes Fieber und/oder Erbrechen einstellen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Auch bei extrem starken Schmerzen sollte man nicht tagelang warten, sondern lieber fachlichen Rat einholen.
Mehr entdecken
Die Kraft des Darms positiv nutzen
Eine gute Verdauung spielt für unser Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Oft machen Magen und Darm aber Probleme. Die Verdauung ist ein höchst komplexer Vorgang, der für Störungen verschiedenster Art anfällig ist.
Übelkeit und Erbrechen
Bei Übelkeit verspürt man meist ein flaues Gefühl im Magen. Auch ein Völle- oder Druckgefühl sind nicht selten. Zudem erhöht sich der Speichelfluss, man wird oft blass und es kommt zu Schweißausbrüchen. Hinzu kommen oft Fieber, Schwindel und Kreislaufschwäche.
Blähungen
Ein unangenehmes Völlegefühl, der Bauch bläht sich auf und die Hose drückt schmerzhaft. Die ständigen Blähungen verleiden Ihnen nicht nur den Genuss, sondern bereiten oft noch Stunden später Bauchdrücken. Doch die körperlichen Ausdünstungen müssen aus dem Körper.